Genau wie bei Wein beeinflussen Anbaugebiet und Klima die Eigenschaften eines Traubenkernöls. Aus unterschiedlichen Traubensorten entstehen vielfältige Geschmacksprofile. Die unverkennbare nussig-fruchtige Note des Gourmet-Öls verfeinert Salate, Suppen, Fleisch und Fisch.
Schnelle Fakten zu Trauben
| Wissenschaftlicher Name | Vitis vinifera (Weinrebe) |
|---|---|
| Familie | Weinrebengewächse |
| Ursprung | Ägypten, Irak, Syrien, Indien |
| Verwendete Teile | Kerne |
Was ist Traubenkernöl?
Traubenkernöl wird aus den Kernen der Weinrebe gewonnen. Es ist ein Nebenprodukt der Weinherstellung: Die Trester (Pressrückstände aus Schalen und Kernen) werden getrocknet, und aus den Kernen kann hochwertiges Öl gepresst werden.
Wie wird Traubenkernöl hergestellt?
Hochwertiges Traubenkernöl entsteht durch Kaltpressung. Da die Kerne sehr hart sind, ist das ein arbeitsintensiver Prozess — für 1 Liter Öl benötigt man etwa 40–50 kg Kerne. Das erklärt den Preis dieses besonderen Speiseöls.
Wie schmeckt Traubenkernöl?
Traubenkernöl hat ein mildes, nussig-fruchtiges Aroma mit einer feinen Frische und einem Hauch Süße. Je nach Traubensorte und Anbau variiert es leicht in der Charakteristik — ähnlich wie bei Wein selbst.
Verwendung in der Küche
- Salatdressings: Sehr neutral, gibt der Vinaigrette Geschmack ohne zu dominieren
- Marinaden: Für Fisch und Fleisch
- Über Suppen: Ein paar Tropfen als Finish
- Backen: Im Brot und in Tortenböden
- Mit Kräutern aromatisieren: Eine ideale Basis für selbstgemachte Würzöle
Hinweis: Hochwertiges, kaltgepresstes Traubenkernöl nicht erhitzen — die feinen Aromen vertragen keine hohen Temperaturen.
Aufbewahrung
Dunkel, kühl und gut verschlossen. Nach Anbruch innerhalb von 6 Monaten verbrauchen.