Ultner Brot Struzen Chips. Knusprige Bio-Brotchips aus Roggen-Früchtebrot – mit Haselnüssen, Sultaninen und Korinthen, nur von Trockenfrüchten gesüßt.
Ultner Brot Struzen Chips sind knusprige Brotchips aus Bio-Roggenteig mit Haselnüssen, Sultaninen und Korinthen, gewürzt mit Kümmel, Fenchel und Brotklee. Gebacken werden sie von der Bio-Bäckerei Ultner Brot in St. Walburg im Ultental, Südtirol. Ein Beutel enthält 175 g.
Struzen Chips von Ultner Brot gehen auf ein altes Hofbrot zurück. Struzen nennen die Ultner eine Art Früchtebrot. Wenn auf den Bauernhöfen im Tal Brot gebacken wurde, blieb am Ende ein Rest Roggenteig übrig. Diesem letzten Teig mischten die Bauern Früchte und Nüsse bei und backten daraus ihre Struzen. Ultner Brot hat aus dieser Tradition Chips gemacht: dünne, knusprige Scheiben, die du direkt aus dem Beutel knabbern kannst. Im Teig stecken 60 % Roggenmehl und je 13 % Haselnüsse, Sultaninen und Korinthen. Dazu kommen Steinsalz, Kümmel, Fenchel, Hefe und Brotklee. Zucker setzt die Bäckerei laut eigener Angabe keinen zu, die Süße stammt allein aus den getrockneten Trauben. Alle Zutaten außer dem Salz kommen aus biologischem Anbau. Bei uns sind sie seit Jahren der Topseller unter den Südtiroler Backwaren.
Geschmack
Der erste Biss ist kräftig und kernig, der Roggen gibt den Ton an. Danach kommen die Früchte. Die hellen Sultaninen schmecken mild und rund, die kleinen dunklen Korinthen etwas kräftiger und leicht herb. Zusammen ergeben sie eine Süße, die nie klebrig wird und immer hinter dem Brot bleibt.
Die Haselnüsse liefern den nussigen Unterton und etwas zusätzlichen Biss. Über allem liegt die Würze, die in Südtirol zu fast jedem Roggenbrot gehört: Kümmel, Fenchel und Brotklee. Brotklee heißt auch Schabziger Klee und bringt eine würzige, leicht heuartige Note mit. Fenchel steuert einen Hauch von Anis bei, Kümmel die herzhafte Tiefe.
Das Ergebnis liegt genau zwischen süß und herzhaft. Deshalb passen die Chips zu Käse ebenso wie zu einer Tasse Tee. Gesalzen sind sie zurückhaltend, das Steinsalz unterstreicht nur den Roggen. Wer klassische Kartoffelchips mit kräftiger Würzung erwartet, wird sie als zu mild empfinden. Wer dagegen gern Früchtebrot isst, findet hier eine knusprige Version davon.
Auch die Textur ist eigen. Die Scheiben brechen trocken und splittrig, eher wie ein dünner Zwieback als wie ein Cracker. Die Fruchtstücke bleiben dabei leicht zäh und geben dem Biss etwas Abwechslung. Je länger du kaust, desto stärker kommt der Brotklee durch.
Verwendung
Am einfachsten isst du die Chips direkt aus dem Beutel, als Snack zwischendurch. Sie sind knusprig, leicht und sofort bereit. Im Rucksack überstehen sie auch eine längere Wanderung, solange der Beutel gut verschlossen bleibt und oben im Rucksack liegt.
Richtig gut werden sie neben Käse. Ein würziger Bergkäse, ein reifer Gouda oder ein milder Blauschimmelkäse vertragen die Fruchtsüße bestens. Auch zu Kräuterfrischkäse oder Ziegenfrischkäse funktionieren sie, dann dienen sie als essbarer Löffel zum Dippen. Auf der Südtiroler Brotzeit, der Marende, liegen sie neben Speck und Kaminwurzen und bringen etwas Süße auf das Holzbrett.
Zum Nachmittagstee ersetzen die Chips Kekse oder Zwieback. Über einen Herbstsalat mit Feldsalat, Birne und Walnüssen zerbröselt, übernehmen sie die Rolle der Croutons. Und zu einem Glas Apfelsaft oder Most ergeben sie eine kleine Brotzeit für den Feierabend. Lagere den Beutel trocken und vor Wärme geschützt, nach dem Öffnen gut verschlossen. Laut Herstellerkatalog sind die Chips ungeöffnet sieben Monate haltbar.
Unser Tipp: Stell zur Käseplatte eine Schale davon statt Baguette. Ein Stück Bergkäse auf eine Scheibe, dazu eine frische Traube – fertig ist der Happen zum Aperitif.
Herkunft
Struzen Chips kommen aus St. Walburg im Ultental, einem Seitental bei Meran in Südtirol. Ultner Brot backt dort auf rund 1.200 Metern Höhe, mitten in der Berglandschaft des Tals. Die Bäckerei gibt es seit 1919, damals eröffnete die Urgroßmutter des heutigen Chefs sie. In dritter Generation führte Richard Schwienbacher den Betrieb. Seine Frau Gerti überredete ihn, eine Getreidemühle anzuschaffen, weil sie Vollkornbrot backen lassen wollte. 1982 stand die große Steinmühle in der Backstube, und Richard schob seine ersten Bio-Brotteige in den Ofen.
Heute leitet sein Sohn Hannes Schwienbacher, der Urenkel der Gründerin, die Bäckerei. Das Firmenmotto lautet „Volles Korn voraus“. Alle Zutaten für die Backwaren stammen laut Ultner Brot aus kontrolliert biologischem Anbau, die Öko-Kontrollstelle ist IT-BIO-013. Neben rund 70 Sorten frischem Brot backt Ultner rund 70 Dauerbackwaren, darunter Grissini, Schüttelbrot und Chips. Das Bio-Getreide kauft die Bäckerei nach eigener Aussage wenn möglich direkt beim Bauern oder in der nahegelegenen Mühle in Meran. Seit 1982 mahlt Ultner Brot das Korn selbst in der hauseigenen Mühle.
Die Chips aus dem Früchtebrot gehören zu dieser zweiten Gruppe. Sie übersetzen ein Rezept vom Bauernhof in einen Snack, der sich verschicken und lagern lässt. So kommt ein Stück Ultner Hofkultur in den Beutel, ohne dass der Charakter des Früchtebrots verloren geht. Roggen, Trockenfrüchte, Nüsse und Brotgewürz sind dieselben Zutaten, die auch früher in den Struzen landeten.
Für wen
Struzen Chips sind für alle, die beim Knabbern gern etwas Kerniges im Mund haben: Roggen statt Weißmehl, Frucht statt Zuckerglasur. Sie passen in die Brotdose, auf die Käseplatte und in den Wanderrucksack. Als Mitbringsel aus Südtirol kommen sie auch bei Gastgebern gut an, die sonst schon alles haben. Laut Datenblatt des Herstellers sind sie vegan. Wenn du ein klassisches Südtiroler Brot zur Brotzeit möchtest, nimm das handgeschüttelte Bio-Schüttelbrot. Weicher und herzhafter ist das Vinschger Paarl aus Roggenvollkorn. Alle Backwaren aus dem Ultental findest du auf unserer Seite zu Ultner Brot. Die Chips enthalten Gluten aus Roggen und Haselnüsse. Laut Hersteller können Spuren von Milch, Lupine, Mandeln, Walnüssen, Sesam und Soja enthalten sein. Nicht geeignet sind sie deshalb bei einer Nuss- oder Glutenunverträglichkeit.
Roggen, Haselnüsse und zweierlei Trauben, knusprig gebacken – Brotchips aus dem Ultental für Käseplatte, Brotzeit und Wanderrucksack.