HELMUT der Rote. Roter Wermut auf Pfälzer Dornfelder – beerig, herb und würzig, mit 17 % vol.
HELMUT der Rote ist ein roter Wermut von Helmut Wermut aus Hamburg, hergestellt in der Pfalz. In der 750-ml-Flasche stecken 75 % Pfälzer Wein auf Basis von kräftigem Dornfelder und 25 % handgemachte Auszüge aus 25 Früchten, Kräutern und Gewürzen, 17 % vol. Kein Leichtgewicht, kein Wermut für zarte Geschmacksnerven – ein Roter mit Ecken und Kanten.
Der Rote von Helmut Wermut ist ein Wermut, also ein aromatisierter Wein. Die Basis ist Wein, dazu kommen Auszüge aus Kräutern, Früchten und Gewürzen, die in Alkohol angesetzt werden. So wird der Wein zugleich gewürzt und mit Alkohol verstärkt. Seinen Namen hat der Wermut vom Wermutkraut. Bei HELMUT liegt das Verhältnis bei drei zu eins: 75 % Wein aus der Pfalz, 25 % handgemachte Kräuter- und Fruchtauszüge. Samstagabend, die Gäste stehen noch in der Küche, das Essen braucht zehn Minuten. Du gibst Eis in ein Glas, gießt den Roten darüber und legst eine Scheibe Orange dazu. Mehr braucht der Auftakt nicht. Von den drei Sorten des Hamburger Herstellers ist der Rote der kräftigste, die Macher nennen ihn den charismatischen Typ mit Ecken und Kanten.
Geschmack
Der Rote schmeckt nach reifen Brombeeren, würzigem Lorbeer und Rosmarin, getragen von herbem Kraut. Der Hersteller fasst ihn in drei Worte: herbes Kraut, derber Geschmack.
Im Glas zeigt sich zuerst die dunkle Beerenfrucht. Laut Helmut Wermut stecken neben Brombeeren auch Himbeeren und Kirschen im Ansatz, sie geben dem Roten seine beerige Seite. Dann kommen die Kräuter: Lorbeer und Rosmarin bringen ihre würzigen Noten ins Glas. Darunter liegt der Wein, eine Cuvée auf Basis von kräftigem Dornfelder vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett. Die Kraft dieses Weins trägt die Kräuterherbe, statt von ihr überdeckt zu werden.
Insgesamt stecken 25 Zutaten in jeder Flasche. Du schmeckst sie nicht einzeln heraus, sie ergeben zusammen das Bild eines würzigen, beerigen Roten mit spürbarem Biss. Helmut Wermut beschreibt ihn als charakterstarken Wermut für couragierte Geschmacksnerven. Das trifft es: Der Rote ist der markanteste der drei Sorten. Wer es blumig und leicht mag, greift zum HELMUT der Weiße mit Orangenblüte und Lavendel. Wer die exotische, pikante Seite sucht, findet sie im HELMUT der Rosé mit Paprika und Physalis.
Verwendung
Der Rote funktioniert pur, auf Eis, als Longdrink und im klassischen Cocktail mit Wermut-Anteil. Zum Kennenlernen empfiehlt der Hersteller ihn pur und ohne Eis, damit du die Kräuter und die Frucht unverfälscht schmeckst.
Als klassischer Aperitif kommt er eisgekühlt ins Glas, verfeinert mit frischer Orange oder einer Olive. Für den Sommer gibt es den HELMUT Spritz Rot. Dafür kommen 5 cl vom Roten auf Eis, aufgegossen mit 5 bis 10 cl Ginger Ale, dazu frische Minze. Der Ingwer im Ginger Ale greift die Würze von Lorbeer und Rosmarin auf, die Minze macht das Glas frisch.
Im Cocktail zeigt der Rote, wofür er gebaut ist. Laut Hersteller passt er zu Klassikern wie Negroni und Manhattan. Für den HELMUT Negroni rührst du 3 cl HELMUT der Rote, 3 cl roten Bitter-Aperitif und 3 cl Gin im Rührglas mit reichlich Eis kalt. Dann seihst du ihn in einen Tumbler auf frisches Eis ab und gibst eine Orangenzeste dazu. Das komplette Rezept findest du in unserem HELMUT Negroni. Wer Bourbon mag, probiert den Boulevard-yeah!: je 3 cl vom Roten, Bourbon und einem fruchtigen Grapefruit-Aperitif, kalt gerührt und mit Orangenzeste auf Eis serviert.
Unser Tipp: Stell die geöffnete Flasche aufrecht in den Kühlschrank. Dann hat HELMUT direkt Trinktemperatur, und laut Hersteller hält er sich so ein Jahr und länger. Mit der Zeit können sich Farbe und Geschmack durch Oxidation leicht verändern.
Herkunft
Der Rote kommt von Helmut Wermut, einer kleinen Wermut-Manufaktur aus Hamburg, produziert wird in der Pfalz. Gegründet hat sie Markus Weiß, der während eines mehrjährigen Aufenthalts in Barcelona die dortige Wermut-Kultur kennengelernt hat.
Zurück in Deutschland wollte er einen modernen deutschen Wermut schaffen: handgefertigt, mit heimischen Kräutern und regionalen Weinen, die du schmeckst. Wermut hatte hierzulande einen eher schlechten Ruf, das wollte er ändern. Nach zwei Jahren Rezeptentwicklung, in der rund 80 Kräuter getestet wurden, ging HELMUT Ende 2017 an den Start. Der Name ist bewusst urdeutsch gewählt, mit einem Augenzwinkern. Heute führt Markus Weiß die Firma gemeinsam mit Olina Kladensky.
Für jede Sorte gibt es eine eigene Wein-Cuvée vom Weingut Bergdolt-Reif & Nett in Duttweiler in der Pfalz, beim Roten ist es die Cuvée auf Dornfelder-Basis. Die 25 Zutaten werden von Hand vorbereitet, also geschält, geschnitten, zermahlen oder gerupft, und dann mindestens fünf Wochen in Alkohol eingelegt. Anschließend werden sie vorsichtig gepresst oder geschleudert. Die fertige Tinktur wird in der Pfalz mit dem Wein zusammengeführt und dort abgefüllt. Der Hersteller arbeitet ausschließlich mit echten Kräutern und Früchten, künstliche Zusatzstoffe sind für ihn tabu. HELMUT ist laut Hersteller vegan. Weil der Wermut nur behutsam gefiltert wird, können sich natürliche Schwebstoffe in der Flasche zeigen.
Für wen
HELMUT der Rote ist der Wermut für alle, die ihren Negroni selbst rühren und dafür einen roten Wermut mit Charakter suchen. Er passt zu Gastgebern, die vor dem Essen gern einen Aperitif auf Eis reichen, und als Geschenk für Menschen, die gern Neues aus der Bar probieren.
Wenn du alle drei Sorten erst einmal kosten möchtest, beginnst du mit der HELMUT 3er Mini Probierbox. Mehr über die Macher liest du in unserem Interview mit Helmut Wermut, alle Flaschen findest du auf unserer Helmut-Wermut-Seite. Der Rote enthält Sulfite, die Abgabe erfolgt ab 18 Jahren. Nicht geeignet ist HELMUT der Rote für alle, die einen milden, blumigen Aperitif erwarten – er ist herb, würzig und will entdeckt werden.
Dornfelder aus der Pfalz, 25 Zutaten und viel Kraut – der rote Wermut von Helmut Wermut für den Aperitif auf Eis und den Negroni am Samstagabend.