Pulled Beef von Benz. Gezupftes Rindfleisch, über Naturholz geräuchert, mit Whiskey-Apfel-Soße.
Pulled Beef von Benz ist fertig gegartes, gezupftes Rindfleisch aus der Metzgerei Benz in Köngen: 60 Prozent Rind, über Naturholz geräuchert, verfeinert mit einer Soße aus Whiskey und Äpfeln. Ohne Flüssigrauch, Formfleisch und Geschmacksverstärker – 400 Gramm Dose, zwei Burger-Portionen.
Pulled Beef kaufen ist die seltenere Wahl. Die meisten greifen zum Schwein, weil es einfacher zu garen ist und verzeihender. Rind braucht mehr Geduld und ein Stück mit genug Bindegewebe, sonst wird es trocken. Benz hat sich die Mühe gemacht und daraus ein Produkt entwickelt, das eigenständig schmeckt statt nach Pulled Pork mit anderem Tier: kräftiger, dunkler, mit einer Soße, die auf Whiskey und Apfelsaft basiert statt auf Ketchup allein. Du erwärmst das Fleisch, und der Burger, den du sonst im Burgerladen bestellst, kommt aus deinem eigenen Topf.
Kräftiges Rind, milder Rauch, Apfel und Whiskey im Abgang
Das gezupfte Rind von Benz schmeckt zuerst nach Rindfleisch – deutlich mehr Eigengeschmack als beim Schwein, fast wie ein geschmorter Braten, nur in Fasern. Der Rauch vom Naturholz liegt darüber, aber leiser als beim Pulled Pork. Dann kommt die Soße: eine leichte Süße vom Apfelsaft, eine Tiefe vom Whiskey und Rotwein, dazu Röstzwiebeln und eine Würzung mit Senf und Sellerie. Am Ende bleibt ein warmer, leicht malziger Ton, der an Whiskey erinnert und dabei mild bleibt.
Die Fasern sind länger und kräftiger als beim Schwein, sie behalten beim Erwärmen Biss. Das Fleisch bleibt in Fasern zusammen und lässt sich mit der Gabel auseinanderziehen. Die Soße umhüllt es eher glasierend als flüssig. Wer mehr Soße will, gibt etwas Apfelsaft dazu und lässt kurz einkochen.
Zwei Einschränkungen: Das Gericht enthält Weizenmehl aus den Röstzwiebeln und ist damit nicht für Menschen mit Glutenunverträglichkeit geeignet. Und wer Rindfleisch nur rosa mag, wird das Gericht als zu durchgegart empfinden – das liegt in der Natur des Gerichts.
Burger mit Coleslaw, Wedges dazu, oder gleich auf den Grill
Das Fleisch wird bei kleiner Hitze etwa fünfzehn Minuten im Topf erwärmt oder in einer Gusseisenschale direkt auf dem Grill. Die Variante, die Familie Benz empfiehlt: klassischer Coleslaw aus Weißkohl, Karotte und Joghurt, das Fleisch auf einem gerösteten Brioche-Bun, Salat obendrauf. Dazu hausgemachte Wedges oder Süßkartoffelpommes. Eine Dose ergibt zwei gut belegte Burger.
Wer statt Burger etwas anderes möchte, hat Alternativen: das Fleisch auf Ofenkartoffeln mit Sour Cream. In Tortillas mit Mais, schwarzen Bohnen und Limette als Tacos. Oder als Belag für eine Flammkuchen-Variante mit roten Zwiebeln und etwas Bergkäse – das Whiskey-Apfel-Aroma passt zu Käse besser, als du denkst. Für einen gemischten Burger-Abend stellst du das Pulled Pork aus dem gleichen Haus daneben und lässt die Gäste wählen.
Ein Vorschlag für den Grill: Die Dose in eine Gusseisenpfanne leeren, an den Rand der Glut stellen, gelegentlich umrühren. Nach zehn Minuten ist das Fleisch heiß und hat noch einmal etwas Rauch abbekommen. Brötchen kurz auf den Rost, belegen, fertig – und niemand musste um fünf Uhr morgens den Smoker anwerfen.
Für einen Teller statt Brötchen: Das Fleisch auf einem Salat aus Romana, gerösteten Kartoffelwürfeln, Kirschtomaten und einem Joghurt-Dressing. Die Süße der Soße und die Säure des Joghurts passen zusammen, und die Portion reicht so für drei statt für zwei.
Gut zu wissen: Rindfleisch trocknet schneller aus als Schwein. Erwärme es abgedeckt und bei möglichst kleiner Hitze. Ein Schluck Apfelsaft oder ein Löffel Wasser vor dem Erwärmen hält es saftig. Die Mikrowelle ist hier keine gute Wahl. Das Produkt ist laktosefrei.
Rind von der Alb, Rauch aus Köngen
Das Rindfleisch kommt vom Metzgerschlachthof in Göppingen, die Tiere von Familienbetrieben aus dem Stauferland und der Schwäbischen Alb. Für gezupftes Rind eignen sich Teilstücke mit viel Bindegewebe – genau die, die auch für Schmorbraten genommen werden. In der Metzgerei Benz fallen sie beim Zerlegen an, und aus ihnen ist dieses Produkt entstanden.
Das Fleisch wird über Naturholz geräuchert und dann langsam gegart, bis das Bindegewebe weich geworden ist. Danach wird es gezupft und mit der Soße vermischt: Rinderbrühe aus eigenen Knochen, Ketchup, Whiskey, Apfelsaft, Rotwein, Röstzwiebeln und Gewürze. Der Whiskey übernimmt dabei die Rolle, die beim Schmoren sonst der Wein hat – er bringt Tiefe und ein wenig Rauchigkeit mit, die zum Holzrauch passt. Nach dem Abfüllen wird die Dose noch einmal erhitzt, das macht sie ungeöffnet rund zwei Jahre haltbar.
Dahinter steht ein Betrieb in fünfter Generation. Metzgermeister Daniel Benz führt die Schwanen-Metzgerei mit seiner Frau Monika, Tochter Gina ist Metzgermeisterin und Food-Managerin. 2019 haben die drei die Feinkostmanufaktur gegründet. Es gehört zu den Produkten, mit denen Gina Benz die Manufaktur bewusst über die klassische Metzgereiküche hinaus erweitert hat – mit Fleisch, das trotzdem aus der Region kommt.
Der Burger, der nach Metzgerei schmeckt statt nach Imbiss
Gezupftes Rind aus der Dose ist selten, und aus einer Metzgerei, die das Fleisch selbst zerlegt, noch seltener. Das Gericht ist zu kräftig für jeden Tag, aber genau richtig für einen Abend mit Freunden, an dem der Burger besser sein soll als beim Lieferdienst. Ein Kunde schrieb uns, er nutze es genau dafür: schnell, einfach, gut.
Als Geschenk passt es zu allen, die gern grillen oder gern Burger essen und beides ungern vorbereiten. Zusammen mit dem Pulled Pork und einer Dose Bratensoße ergibt das ein Paket aus derselben Metzgerei, das drei völlig verschiedene Abende abdeckt. Die Dosen halten im Schrank, bis der richtige Anlass kommt.
Und noch ein Grund, das Rind dem Schwein vorzuziehen: Wer kein Schweinefleisch isst, hatte bei Pulled-Gerichten bisher kaum eine Wahl. Diese Dose schließt die Lücke – mit Fleisch, das aus der Region kommt, und einer Soße, die zum Rind passt, statt Schwein zu imitieren.
Pulled Beef aus Köngen: Rind, Rauch und Whiskey – bei dir bleibt nur noch das Brötchen zu toasten.