van Nahmen Morellenfeuer Sauerkirschsaft. Sortenreiner Direktsaft aus Sauerkirschen – trocken, feinsäuerlich und am Tisch ein Begleiter wie Rotwein.
van Nahmen Morellenfeuer Sauerkirschsaft ist ein sortenreiner Direktsaft aus der Sauerkirschsorte Morellenfeuer, gekeltert von der Obstkelterei van Nahmen in Hamminkeln am Niederrhein. In der 0,75-l-Flasche steckt 100 % Frucht. Die Kirschen stammen von Kleinbauern aus der Region Aachen.
Morellenfeuer Sauerkirschsaft von van Nahmen zeigt, was ein Direktsaft kann. Direktsaft bedeutet: Die Früchte werden gepresst, der frische Saft wird haltbar gemacht und abgefüllt. Einen Umweg über Konzentrat und Rückverdünnung gibt es dabei nicht. Sortenrein heißt außerdem, dass nur eine einzige Kirschsorte in der Flasche steckt. Der Name passt dazu: Morellen ist ein altes Wort für Sauerkirschen. Säurereiches Obst wie Rhabarber oder Johannisbeere mischt van Nahmen dagegen mit Wasser und Zucker zu Nektar. Bei der Morellenfeuer erlauben das feine Aroma und die milde Säure laut Hersteller einen puren Saft. Am Sonntag steht der Braten auf dem Tisch, die Erwachsenen greifen zum Rotwein, und wer fahren muss, bekommt Wasser. Für genau diese Lücke ist diese Flasche da. Bei uns gehört sie seit Jahren zu den beliebtesten Säften.
Geschmack
Der Morellenfeuer schmeckt feinsäuerlich und trocken, mit einer zarten Süße im Hintergrund. So beschreibt ihn der Hersteller, und so trinkt er sich auch. Die Sorte trägt große Früchte mit einem süß-sauren Profil. Im Glas kommt davon vor allem die Frische an, die Süße bleibt zurückhaltend und drängt sich nie vor.
Gerade diese Zurückhaltung macht den Saft vielseitig. Er wirkt eher wie ein trockener Rotwein als wie ein Frühstückssaft. Die Säure ist präsent, aber fein, sie zieht sich durch den ganzen Schluck und hält den Gaumen wach. Am Ende bleibt ein klarer Kirschton zurück, ohne klebrige Süße.
Weil hier nur eine Sorte und nur ein Jahrgang in der Flasche landen, schmeckt der Saft nicht jedes Jahr gleich. Laut Hersteller schwankt die Intensität der Säure von Jahrgang zu Jahrgang, je nachdem, was die Ernte mitbringt. Wer einen dicken, süßen Kirschnektar erwartet, wird ihn als zu herb empfinden. Für alle anderen ist genau das der Reiz: ein Kirschsaft mit Charakter, der sich jedes Jahr ein wenig anders zeigt.
Verwendung
Den Morellenfeuer setzt du am besten so ein wie einen trockenen Rotwein. Van Nahmen vergleicht ihn mit einem Bordeaux oder Chianti zum Essen. Seine ideale Trinktemperatur liegt bei 14 bis 16 °C, also deutlich wärmer als bei anderen Säften. Nimm die Flasche deshalb eine Weile vor dem Essen aus dem Kühlschrank. Pur schmeckt er am intensivsten, im Verhältnis 2:1 mit stillem Wasser wird er leichter und eignet sich für den Mittagstisch.
Laut Hersteller passt er zu Rind, Lamm und Wild, zu Ente und Gans sowie zu Pilzgerichten. Die Küche darf deutsch, französisch oder mediterran sein. Die Verkostungsnotiz nennt die Weihnachtsgans, eine Bistecca Fiorentina und Lamm. Denk an Gänsekeule mit Rotkohl und Klößen, an Lammkarree mit Rosmarinkartoffeln oder an ein Rehragout im Herbst. Die Säure schneidet durch das Fett, die Kirschfrucht passt zu dunklen Soßen. Eine Bistecca Fiorentina ist ein dickes Steak vom Rind, kurz und heiß gegrillt, mit Rosmarin und Olivenöl. Dazu steht in der Toskana traditionell ein Rotwein auf dem Tisch, hier übernimmt der Kirschsaft diese Rolle.
Auch zu einem Pilzrisotto oder Steinpilzen aus der Pfanne macht er sich gut, weil er erdige Aromen mit Frucht ergänzt. Angebrochen lagerst du ihn kühl und trinkst ihn laut Hersteller binnen fünf Tagen.
Unser Tipp: Zum Steak vom Grill stellst du Weingläser auf den Tisch und schenkst den Morellenfeuer leicht temperiert ein. Mit 14 bis 16 °C im Glas zeigt er die meiste Frucht.
Herkunft
Die Sauerkirschen für diesen Saft wachsen nicht am Niederrhein, sondern weiter südlich im Rheinland. Van Nahmen bezieht sie ausschließlich von Kleinbauern aus der Region Aachen. Die Sorte Morellenfeuer entstand im 20. Jahrhundert als Kreuzung aus der Ostheimer Weichsel und der Sorte Früheste der Mark. Sie reift einige Wochen später als andere Sauerkirschsorten und trägt große Früchte. Dass die Kirschen von kleinen Betrieben kommen, passt zur Haltung der Kelterei: Sie setzt laut eigener Aussage auf kurze Transportwege und besucht ihre Lieferanten regelmäßig.
Gekeltert wird in Hamminkeln. Die Obstkelterei van Nahmen ist eine familiengeführte Privatkelterei, die es seit 1917 gibt. Dr. Peter van Nahmen führt sie in vierter Generation, gemeinsam mit seiner Frau Sabine. Unter ihm kamen ab 2007 sortenreine Säfte ins Sortiment, nach der Idee „Saft als Genuss“. Morellenfeuer steht dort neben Apfelsorten wie Roter Sternrenette, Cox Orange oder Schöner von Boskoop und neben Pflaumen wie der Stromberger.
Haltbar gemacht wird der Saft durch Kurzzeit-Pasteurisierung. Laut Hersteller wird er etwa 30 Sekunden auf 85 °C erhitzt und danach schnell abgekühlt. So hält sich die ungeöffnete Flasche mindestens zwei Jahre. Das Mindesthaltbarkeitsdatum findest du auf der Rückseite des Etiketts.
Für wen
Der Morellenfeuer Sauerkirschsaft ist für alle, die zum Essen ein Glas mit Tiefe wollen und dabei auf Alkohol verzichten. Er passt zum Festtagsmenü an Weihnachten, zum Grillabend und zum Sonntagsbraten mit der ganzen Familie. Auch für Gastgeber ist er praktisch: Die Gäste ohne Wein bekommen ein Glas, das zum Gericht gehört. Weinliebhaber, die einen Abend Pause machen, finden in ihm vertraute Muster wieder, Säure, Frucht und einen trockenen Abgang. Und als Mitbringsel zum Gänseessen ist die Flasche eine gute Idee. Milder und fruchtsüßer ist der Stromberger Pflaume Direktsaft. Mit Kirsche und Perlage kommt der Fruchtsecco Apfel Heidelbeere Kirsche ins Glas. Alle Säfte und Seccos findest du auf unserer Seite zu van Nahmen. Nicht geeignet ist dieser Saft als süßer Durstlöscher für zwischendurch – dafür ist er zu trocken.
Eine Sauerkirschsorte, 100 % Direktsaft, trocken wie ein Rotwein – der Kirschsaft aus Hamminkeln für Gans, Lamm und Wild.