Dr. Jaglas Artischocken-Elixier. Kräuterbitter aus Artischocke, Enzian und Bitterkräutern, 35 % vol – der Digestif aus der Berliner Apothekerflasche.
Dr. Jaglas Artischocken-Elixier ist ein Kräuterbitter aus Berlin: regionale Artischocken mit Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut, Chinarinde, Pomeranzenschale, Kardamom und einem Hauch Safran, von Hand mazeriert und über Monate gereift, 35 % vol, 500 ml in der Apothekerflasche mit Geschenkkarton. Kein süßer Likör, kein Schnaps zum Kippen, kein Bitter von der Stange – ein Digestif, der nach dem Essen langsam getrunken wird.
Artischocken-Elixier von Dr. Jaglas ist bei uns der meistbestellte Bitter aus Berlin, mit Abstand vor den anderen Elixieren. Sonntag, halb drei, der Braten ist gegessen, die Teller stehen noch. Jemand holt die braune Apothekerflasche aus dem Schrank, kleine Gläser, zwei Zentiliter für jeden. Im Glas steht ein bernsteinfarbener Bitter, der erst würzig, dann bitter und zum Schluss ein wenig süß schmeckt und lange bleibt. Das ist der Moment, für den dieses Elixier gemacht ist: die halbe Stunde nach dem Essen, in der niemand aufstehen will und der Kaffee noch dauert. Mit Tonic wird derselbe Bitter zum Sommerdrink, mit Gin und Wermut zum Negroni.
Bitter von Enzian und Chinarinde, warm von Kardamom und Zimt, leise süß zum Schluss
Das Elixier schmeckt zuerst würzig und bitter, dann kommt eine verhaltene Süße, und der Abgang bleibt lang. Die Bitterkeit tragen Enzianwurzel, Tausendgüldenkraut und Chinarinde – die klassischen Bitterkräuter, zu denen die Artischocke ihre eigene herbe Note legt. Kardamom, Ingwer, Zimtrinde, Nelke, Muskat und Galgant bringen Wärme, Pomeranzenschale und Wacholderbeere Frische, Lavendel und ein Hauch Safran bleiben hinten im Mund. Die Farbe ist ein natürliches Bernstein, wie die Manufaktur betont – aus den Kräutern, aus dem Ansatz, aus der Reifung.
Dr. Jaglas empfiehlt, den Bitter langsam im vorderen Mund zu bewegen, wie bei einer Weinprobe – so entfalten sich die Kräuter nacheinander statt alle auf einmal. Wer sich die Zeit nimmt, schmeckt die Reihenfolge: Wurzel, Gewürz, Schale, Blüte. Auf Eis wird das Elixier runder und etwas milder, pur bei Zimmertemperatur zeigt es die ganze Bitterkeit.
Wer Süße im Glas sucht, wird den Bitter als streng empfinden – dann ist das Apfel-Malven Elixier mit Apfel, Malvenblüte und Süßholz die passende Flasche aus demselben Haus. Das Artischocken-Elixier ist die herbe Sorte im Sortiment, für Menschen, die einen Bitter als Bitter mögen.
Pur nach dem Essen, mit Tonic am Nachmittag, im Negroni am Abend
Klassisch trinkst du das Elixier pur bei Zimmertemperatur oder auf Eis: zwei bis vier Zentiliter im kleinen Glas, nach dem Essen, in Ruhe. Die Flasche reicht so für gut zwanzig Gläser. Es ist eine Spirituose mit 35 % vol und wie alle Elixiere von Dr. Jaglas ab 18 Jahren.
Der Artischocken Tonic ist das Rezept der Manufaktur für den Nachmittag: 30 ml Elixier, der Saft einer halben Limette, mit Tonic Water auf 100 ml auffüllen, Eis, eine Limettenscheibe. Der Bitter gibt dem Tonic Tiefe, die Limette holt die Frische nach vorn – ein Longdrink, der herb bleibt und deshalb zu Oliven, Salzmandeln und Schinken passt.
Für den Abend gibt es den Dr. Jaglas Negroni: ein Teil Elixier, ein Teil Gin, ein Teil roter Wermut, auf Eis gerührt, mit Orangenzeste. Die Manufaktur empfiehlt dafür ihren eigenen Dry GIN-seng, den Gin mit Ginsengwurzel aus derselben Apotheke. Das Elixier übernimmt darin die Rolle, die sonst ein roter Bitter aus Italien hat – nur kräuteriger und weniger süß.
Unser Tipp: Den Artischocken Tonic am Nachmittag mit mehr Tonic ansetzen, 20 ml Elixier auf 100 ml – dann ist er ein leichter Drink mit Bitterkante, der auch Menschen mitnimmt, die Bitter sonst meiden.
Aus einer Klosterrezeptur des 15. Jahrhunderts, angesetzt in der Familienapotheke
Dr. Jaglas ist eine Berliner Manufaktur in der Choriner Straße 40, hervorgegangen aus einer Apothekerfamilie. Die Jaglas haben über Jahrzehnte eine Klosterapotheken-Rezeptur aus dem 15. Jahrhundert verfeinert, und das Artischocken-Elixier ist die Flasche, in der diese Rezeptur am deutlichsten steckt: ein Bitter aus Wurzeln, Rinden, Blüten und Gewürzen, wie er in Klosterapotheken Tradition hat.
Einzelne Herstellungsschritte orientieren sich bis heute an der Pharmacopoea Germanica, dem alten Deutschen Arzneibuch, und angesetzt wird das Elixier nach Angaben der Manufaktur noch immer in der Familienapotheke in Wuppertal. Die Kräuter werden von Hand mazeriert, in kleinen Mengen, mit zertifizierter Kräuterqualität, was Reinheit und Gehalt der Pflanzen betrifft. Danach reift der Ansatz langsam über mehrere Monate, bevor er in die Apothekerflasche kommt. Hinter dem Elixier steht Dr. Christina Jagla aus der Apothekerfamilie.
Aus der Apotheke kommen Herkunft und Sorgfalt; getrunken wird das Elixier als das, was es ist: ein Kräuterlikör zum Genuss, ein Bitter für nach dem Essen. Die Apothekerflasche mit dem Papieretikett und der Geschenkkarton erzählen diese Geschichte, bevor die Flasche offen ist.
Der Bitter für den Sonntagstisch und das Geschenk für Menschen, die schon alles haben
Dieser Bitter ist die Flasche für Menschen, die nach dem Essen lieber etwas Bitteres als etwas Süßes trinken – und die es gern langsam tun. Es steht in Küchenschränken, in denen sonst ein italienischer Amaro stand, und kommt an Sonntagen, an Feiertagen und nach langen Abendessen auf den Tisch. In der Apothekerflasche mit Geschenkkarton ist es das Mitbringsel für den Gastgeber, der Bitter mag, für den Vater, der schon alles hat, und für die Kollegin zum Abschied.
Wer das Sortiment weiter kennenlernen will, nimmt dazu das Golfers Ginseng-Elixier, den vollmundigeren Bruder auf Ginsengwurzel, und für Gäste, die fahren, den alkoholfreien Herben Hibiskus. Alle Elixiere und Aperitifs stehen auf unserer Dr.-Jaglas-Seite. Nicht geeignet ist das Elixier für alle, die einen milden, süßen Kräuterlikör erwarten – es ist ein Bitter und bleibt einer, auch auf Eis.
Artischocke, Enzian, ein Hauch Safran – der Kräuterbitter aus der Berliner Apothekerflasche, für die halbe Stunde nach dem Essen, in der niemand aufstehen will.