Hanf ist eine uralte Nutzpflanze. Chinesen und Perser kultivierten ihn bereits vor 10.000 Jahren, um aus ihm Textilien, Tauwerk und Papier herzustellen. In Deutschland dürfen Landwirte seit 1996 Nutzhanf unter strengen Auflagen anbauen. Hanföl wird heute in Mehl, Pesto, Schokolade, Tee oder auch Bier verwendet und ist eine spannende Bereicherung der modernen Küche.
Schnelle Fakten zu Hanf
| Wissenschaftlicher Name | Cannabis sativa |
|---|---|
| Familie | Hanfgewächse (Cannabaceae) |
| Ursprung | China, Indien, Kasachstan |
| Verwendete Teile | Samen (für Speiseöl) |
Was ist der Unterschied zwischen Hanföl und CBD-Öl?
Hanfsamen sind frei von THC. Das aus ihnen gepresste Speiseöl (Hanföl = Hanfsamenöl) besitzt keinerlei psychoaktive Eigenschaften. CBD-Öl hingegen wird aus Blättern und Blüten gewonnen und ist rechtlich ein anderes Produkt. Beide Begriffe werden im Alltag oft verwechselt — in der Küche meinen wir immer Hanfsamenöl.
Wie wird Hanföl hergestellt?
Hochwertiges Hanföl wird kaltgepresst. Die Samen werden bei niedrigen Temperaturen gepresst, sodass die feinen Aromen und die typisch tiefgrüne Farbe erhalten bleiben.
Wie schmeckt Hanföl?
Hanföl hat ein nussig-grasig-frisches Aroma, das an junges Heu und Sonnenblumenkerne erinnert. Sein intensiver Geschmack macht es zu einem perfekten Finishing-Öl — sparsam dosiert kann es einem Gericht eine unverwechselbare Note geben.
Verwendung in der Küche
- Salatdressings: Vor allem zu Blattsalaten und Wintergemüse
- Über Suppen: Ein paar Tropfen kurz vor dem Servieren
- Pesto: Ersetzt klassisches Olivenöl — gibt eine grasig-frische Tiefe
- Über Quark, Joghurt, Frischkäse — mit etwas Salz und Brot
- Im Smoothie: Ein Teelöffel gibt cremige Konsistenz und nussige Note
Wichtig: Hanföl nicht erhitzen! Die feinen Aromen verflüchtigen sich, das Öl wird unangenehm bitter.
Aufbewahrung
Hanföl ist sehr empfindlich gegenüber Licht und Sauerstoff. Nach dem Öffnen kühl (Kühlschrank!) und dunkel aufbewahren, innerhalb von 2–3 Monaten verbrauchen.