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Frisch auf dem Brot, im Salat oder als Pesto. Mit Bärlauch holst du dir würzigen Geschmack in die Frühlingsküche. Der wilde Knoblauch ist eines der ersten Frühlingskräuter, das in unseren Wäldern wächst.
Bärlauch gehört zu den Lauchgewächsen und ist eng mit Zwiebel und Knoblauch verwandt. Man nennt ihn auch Wilder Knoblauch, Waldlauch oder Ramsell. Genau wie seine Verwandten besitzt er einen aromatischen Geschmack. Sein Aroma erinnert an milden Knoblauchgeschmack mit leichter Schärfe.
Bärlauch ernten und sammeln
Bärlauch kannst du ab März bis spätestens Mai im Wald sammeln. Er wächst gerne an feuchten, schattigen Plätzen — bevorzugt in Laubwäldern mit lockerem Boden, häufig in Auwäldern, an Bachläufen oder unter Buchen. Ganze Bärlauch-Wiesen sind manchmal schon von weitem an ihrem typischen Knoblauchgeruch zu erkennen.
⚠️ Sicherheitshinweis — wichtig!
Bärlauch sieht den Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen zum Verwechseln ähnlich. Beide sind giftig. Verwechslungen können zu schweren Vergiftungen führen, im Extremfall sind sie tödlich.
Beim Sammeln daher immer beachten:
- Geruchsprobe: Bärlauch riecht eindeutig nach Knoblauch — Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben keinen Geruch. Wichtig: Reibe ein Blatt nach dem anderen zwischen den Fingern, denn deine Hand selbst riecht nach kurzer Zeit nach Knoblauch und du würdest auch Maiglöckchen für Bärlauch halten.
- Wuchsform: Bärlauchblätter wachsen einzeln aus dem Boden — Maiglöckchenblätter sind paarweise umschlossen.
- Blattunterseite: Bärlauch hat eine matte Blattunterseite, Maiglöckchen eine glänzende.
- Im Zweifel nicht sammeln — frage besser eine geübte Person oder kaufe Bärlauch im Bioladen oder auf dem Wochenmarkt.
Aussehen und Wachstum
Bärlauch wächst krautig, wird etwa 20-50 cm hoch und besitzt lanzettlich-ovale Blätter mit einer feinen, hellgrünen Mittelrippe. Im April und Mai bilden sich kleine weiße Sternblüten, die in einer doldenartigen Form angeordnet sind. Sobald Bärlauch blüht, lässt sein Aroma im Blatt deutlich nach — sammle daher idealerweise vor der Blüte.
Bärlauch in der Küche
Bärlauch bleibt am besten frisch und unbehandelt — Hitze zerstört einen Großteil des feinen Aromas. Verwende ihn daher möglichst roh oder erst am Ende des Kochvorgangs. Klassisch passt er zu:
- Pesto — der Frühlings-Klassiker mit Olivenöl, Pinienkernen (oder Sonnenblumenkernen), Parmesan und Salz
- Frischkäse und Quark — fein gehackt zum Bestreichen von Brot
- Salate — als grünes Gewürz im Frühlingssalat
- Suppen — als Bärlauchsuppe oder fein gehackte Einlage
- Butter — Bärlauchbutter zu gegrilltem Fleisch oder Brot
- Pasta — mit Bärlauch-Pesto oder fein gehackt am Ende
- Rührei — frisch gehackt darübergestreut
- Bärlauchknödel — schwäbische und österreichische Spezialität
Aufbewahrung
Frischer Bärlauch ist sehr empfindlich. Im Kühlschrank in ein feuchtes Tuch eingewickelt hält er ca. 2-3 Tage. Für die längere Aufbewahrung empfiehlt sich:
- Einfrieren — fein gehackt in Eiswürfelformen mit etwas Wasser oder Öl
- Pesto einkochen — in sterilisierte Gläser füllen und im Kühlschrank lagern
- Bärlauchsalz — getrockneter Bärlauch mit grobem Salz vermischt, in Gläsern haltbar
- In Öl eingelegt — fein geschnitten und mit Olivenöl bedeckt, im Kühlschrank haltbar
Bärlauchsaison
Die Bärlauch-Saison ist kurz: März bis Mai. Wer den Geschmack das ganze Jahr genießen möchte, friert ihn oder verarbeitet ihn zu Pesto.