Anis verfeinert Gebäck mit fernöstlichen Aromen. Die orientalische Küche veredelt mit dem Gewürz auch herzhafte Speisen. Die Pflanze gedeiht im eigenen Garten, und du kannst Anissamen selbst trocknen.
Steckbrief — Schnelle Fakten
| Wissenschaftlicher Name | Pimpinella anisum |
|---|---|
| Familie | Doldenblütler |
| Weitere Namen | Anais, Arnis, Brotsamen, Römischer Fenchel |
| Ursprung | Östlicher Mittelmeerraum, Ägypten, Naher Osten |
| Verwendete Teile | Samen |
| Blütezeit | Juli bis August |
| Wuchshöhe | 40–60 cm |
Wonach schmeckt Anis?
Anis hat ein süßlich-aromatisches, leicht lakritzartiges Aroma. Sein charakteristischer Geschmack kommt vom enthaltenen Anethol. Im Vergleich zu Sternanis ist er feiner und weniger intensiv.
Verwendung in der Küche
- Backwaren: Anisplätzchen, Springerle, Lebkuchen, Brot
- Süßspeisen: Anispudding, Anismilch, Marmeladen
- Orientalische Küche: In Currys, Gewürzmischungen und Eintöpfen
- Spirituosen: Ouzo, Pastis, Sambuca, Raki
- Tee: Aniskümmelfencheltee — klassische Mischung
Anbau im eigenen Garten
Anis liebt sonnige, geschützte Standorte mit lockerem, nährstoffreichem Boden. Aussaat im April direkt ins Beet. Nach 3–4 Monaten reifen die Samen aus — abschneiden, an einem trockenen Ort nachreifen lassen und dann ausreiben.
Aufbewahrung
Ganze Samen in dunklen, luftdichten Gefäßen halten sich bis zu 2 Jahre. Gemahlen sollte Anis innerhalb von 6–12 Monaten verbraucht werden, da das ätherische Öl schnell verfliegt.