Endlich! Der Rhabarber ist reif. Wer das saure Gemüse liebt, kann sich ab Ende April auf den Saisonbeginn freuen. In Kuchen und Marmelade, als Sirup oder Kompott begleitet uns Rhabarber durch den Frühling und Frühsommer.
Hochsaison von Mai bis Juni
Rhabarber gehört wie Sauerampfer zu den Knöterichgewächsen und stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Seit dem 18. Jahrhundert ist die Pflanze auch in Europa beheimatet. Heute wächst das anspruchslose und pflegeleichte Gemüse fast in jedem Garten. Nach der ersten Pflanzung sollte man sich zwei Jahre gedulden, bevor man zum ersten Mal die Stängel erntet — dann hat sich die Pflanze ausreichend verwurzelt und übersteht problemlos alle Winter.
Oxalsäure und Sicherheitshinweise
Frühestens Ende April glätten sich die gewellten Stangen des Rhabarbers und sind reif für die Ernte. Die Blätter eignen sich nicht zum Verzehr — sie enthalten zu viel Oxalsäure. Neben Apfel- und Zitronensäure verleiht die Oxalsäure dem Gemüse seinen typisch sauren Geschmack. Auch Rhabarberstängel, Spinat und Sauerampfer enthalten diese Säure; in üblichen Verzehrmengen ist sie unbedenklich.
Vorsicht in besonderen Situationen: Schwangere sollten nur jungen Rhabarber verzehren (geringerer Oxalsäure-Gehalt). Menschen mit Nieren- oder Gallenleiden sollten ihren Konsum mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen.
Rhabarber in der Küche
Rhabarber-Kompott, Rhabarber-Kuchen mit Streuseln, Rhabarber-Marmelade, Rhabarber-Sirup für Spritzgetränke — das saure Frühlingsgemüse ist erstaunlich vielseitig. Tipp: Die Stangen schälen, falls sie sehr faserig sind. Mit etwas Honig oder braunem Zucker abschmecken, da der Eigengeschmack sehr säurebetont ist.
Was passt zu Rhabarber?
- Erdbeeren — klassisches Paar für Kompott und Kuchen
- Vanille — rundet die Säure wunderbar ab
- Ingwer — gibt eine spannende Schärfe
- Holunderblütensirup — verleiht eine florale Note