Kakuzo Tea Infused Vodka. Vodka mit Teeinfusion aus Sencha, Keemun und Assam, würzig und leicht malzig, 40 % vol, 700 ml – aus Berlin.
Kakuzo Tea Infused Vodka ist ein Vodka mit Teeinfusion aus Berlin: fünffach gefilterter, mehrfach destillierter Vodka, in dem ein Teeblend aus Sencha aus Japan, Keemun aus China und Assam aus Indien gezogen hat – würzig, leicht malzig, mit Honig und Zitrus, 40 % vol, 700 ml. Kein Teelikör, kein aromatisierter Partyvodka, kein Eistee mit Schuss – ein rotbrauner Vodka, der auf Eis, im Longdrink und laut Hersteller sogar warm funktioniert.
Tea Infused Vodka von Kakuzo ist das Produkt, mit dem die Berliner Marke angefangen hat; beim Hersteller heißt er auch Earl Grey Vodka. Ein Tea Infused Vodka ist ein Vodka, in dem Teeblätter gezogen haben. Der fertige Brand nimmt dabei Farbe, Gerbstoffe und Aroma des Tees auf, ähnlich wie Wasser beim Aufgießen – nur dass hier Alkohol die Arbeit macht. Dosierung und Ziehzeit des Tees, Temperatur und Alkoholstärke des Vodkas entscheiden laut Kakuzo über das Ergebnis. Bartender setzen solche Teeinfusionen seit jeher selbst an, Flasche für Flasche hinter dem Tresen. Bei Kakuzo kommt die Idee laut Hersteller fertig abgefüllt aus der Flasche. Stell dir einen Freitagabend vor: Longdrinkglas voll Eis, 5 cl Vodka, Bitter Lemon darüber, eine Grapefruitspalte. Beim ersten Schluck erst Zitrus, dann der Schwarztee, der hinten herb bleibt.
Würzig, leicht malzig, Honig und Zitrus – und im Abgang die Gerbstoffe des Schwarztees
Der Vodka schmeckt angenehm würzig und leicht malzig, mit Noten von Honig und aromatischen Zitrusfrüchten – so beschreibt Kakuzo seinen Teeblend. Drei Sorten stecken darin: Sencha, ein grüner Tee aus Japan, dazu die beiden Schwarztees Keemun aus China und Assam aus Indien. Die malzige Note, die Assam eigen ist, gibt dem Vodka Körper; Sencha hält ihn frisch. Im Abgang bleibt das, was ein kräftig aufgegossener Schwarztee auch hat: eine trockene, leicht herbe Gerbstoffnote.
Die Basis ist ein Vodka, der fünffach gefiltert, mehrfach destilliert und laut Hersteller sehr weich ist – weich genug, um den Tee zu tragen statt ihn zuzudecken. Er ist Vodka, kein Likör: 40 % vol, und die Süße ist eine Honignote des Tees, keine Zuckerschicht. Wer den gleichen Teeblend klar und floral statt herb erleben will, greift zum Organic Dry Gin: Dort geht der Tee als Botanical mit in die Destillation, hier zieht er direkt im Vodka und gibt seine Farbe ab.
Auf Eis, als Earl Grey Lemon mit Bitter Lemon – und laut Hersteller auch warm
Auf Eis im Tumbler zeigt der Vodka den Tee am deutlichsten: Die Kälte nimmt die Schärfe des Alkohols, der Schwarztee bleibt. Es ist eine Spirituose mit 40 % vol; die Abgabe erfolgt nur an Personen ab 18 Jahren.
Der Longdrink des Herstellers ist der Earl Grey Lemon: 5 cl Vodka in ein mit Eiswürfeln gefülltes Longdrinkglas, mit 10 cl Bitter Lemon aufgießen, vorsichtig umrühren, eine Grapefruitspalte dazu. Wer es kürzer mag, schüttelt den Earl Grey Sour: 5 cl Vodka, 2 cl Limettensaft und 1 cl Agavendicksaft kräftig auf Eis, dann in einen Tumbler auf Eis abseihen. Und dann die Empfehlung, die den Vodka von allen anderen in der Hausbar unterscheidet: Warm genossen entfaltet sich laut Kakuzo das Aroma des Tees in seiner ganzen Tiefe – ein kleines Glas, sanft erwärmt, an einem Abend im November.
Kühl und dunkel lagern.
Unser Tipp: Beim Earl Grey Lemon die Grapefruitspalte über dem Glas leicht ausdrücken, bevor sie hineinkommt – das Öl der Schale holt die Zitrusnoten des Tees nach vorn und fängt die Gerbstoffe im Abgang auf.
Aus Berlin, entwickelt in der Badewanne – wie zwei Barfreunde den Tee in die Flasche brachten
Kakuzo ist eine Berliner Marke von Paul und Marc, zwei Freunden, die schon zu Schulzeiten die Barszene der Stadt erkundet haben und seitdem viel durch Asien gereist sind. In den Berliner Bars sahen sie, wie Cocktails durch selbst angesetzte Teeinfusionen neue Richtungen bekamen – und wollten das Ergebnis in die Flasche bringen. Nach Experimenten in der hauseigenen Badewanne stand 2017 die Rezeptur, seit etwa 2018 gibt es die Marke. Der Vodka mit Tee war ihr erstes Produkt; Yuzu Gin Liqueur, Cherry Bitter und Organic Dry Gin kamen später dazu.
Der Name ehrt den japanischen Gelehrten Okakura Kakuzō. Er erklärte 1906 mit „The Book of Tea“ der westlichen Welt die japanische Teekultur und verband darin Zen-Buddhismus, Taoismus und die Kunst der Teezubereitung. Für Paul und Marc ist er Pate und Namensgeber; ihr Claim lautet „Formed by Time“. Der Teeblend aus Sencha, Keemun und Assam ist ihre eigene Komposition. Brennerei und Getreideart des Vodkas nennt der Hersteller an keiner Stelle; belegt sind der Teeblend, die Filtration und der Sitz in Berlin. Auf dem Etikett tummeln sich Fabelwesen aus fernöstlichen Mythen – der Fuchsgeist Kitsune, der langnasige Tengu und ein Teeblatt-Samurai als Markenfigur.
Für die Hausbar, für Teetrinker mit Barneigung und für alle, denen Vodka pur zu wenig erzählt
Der Tee-Vodka ist die Flasche für alle, die Vodka bisher als neutrale Mixbasis abgehakt haben. Für die Hausbar ist er der Vodka, der im Longdrink eine eigene Geschichte mitbringt, für Teetrinker die Brücke von der Kanne zum Tumbler, und als Geschenk eine Idee für Leute mit Japan-Faible. Die klare Schwester ist der Organic Dry Gin, die rote der Cherry Bitter auf derselben Vodka-Basis; alle vier Flaschen findest du auf unserer Kakuzo-Seite, weitere Brände in der Kategorie Spirituosen. Nicht geeignet ist der Vodka für alle, die einen klaren, geschmacksneutralen Vodka suchen, der im Drink unsichtbar bleibt – dieser hier hat Farbe, Gerbstoff und Tee im Abgang.
Sencha, Keemun und Assam im fünffach gefilterten Vodka, würzig und leicht malzig, 40 % vol – der Tea Infused Vodka von Kakuzo aus Berlin für den Earl Grey Lemon, das Glas auf Eis und den warmen Abend.