Wajos Mango Crema. Mangomark auf Branntweinessig, dick und fruchtig – die helle Crema für Blattsalat, Garnelen und alles, was nach Sommer schmecken soll.
Wajos Mango Crema ist eine dickflüssige Essigzubereitung aus 29 Prozent Mangomark auf Basis von Branntweinessig, mit 4 Prozent Säure, 250 ml aus Dohr an der Mosel. Kein Balsamico, kein klarer Fruchtessig, kein Sirup für die Limonade, sondern eine gelbe Crema zum Träufeln – Mango zuerst, die Säure erst am Ende.
Mango Crema von Wajos steht bei uns direkt hinter der Feige-Dattel Crema – und im Sommer holt sie auf. Samstagmittag, die Kinder haben Hunger: ein Blattsalat, ein paar Streifen Hähnchen aus der Pfanne, Gurke, Paprika. Öl und Salz darüber, dann die Crema in Fäden – und der Salat schmeckt nach Mango, dabei steckt die einzige Mango im Haus in der Flasche. Genau dafür ist die Flasche gemacht: für die Tage, an denen ein Dressing schnell gehen muss und trotzdem nach etwas schmecken soll.
Mango vorn, eine leichte Säure hinten – und Frucht statt Balsamico-Tiefe
Die Crema ist sonnengelb und dick, sie läuft in Fäden von der Flasche. Zuerst kommt die Mango: reif, süß, mit dem leicht harzigen Ton, den Mangomark hat. Dann der Branntweinessig, klar und neutral, der mit 4 Prozent Säure für den Zug am Ende sorgt. Dabei bleibt es – und das ist der Punkt. Die dunkle, holzige Tiefe der Cremas auf Balsamico-Basis fehlt der Mango Crema. Sie ist heller, leichter, und sie schmeckt nach Frucht statt nach Fass.
Süß ist sie deutlich: 54 Gramm Zucker auf 100 Milliliter, aus Invertzuckersirup und Mangomark. Ein Esslöffel über dem Salat reicht, die halbe Flasche wäre zu viel. Für alle, die ein trockenes, säurebetontes Dressing wollen, ist die Crema nicht geeignet – dann ist der Himbeer Balsam mit 5,3 Prozent Säure die klarere Wahl. Die Crema enthält natürliches Aroma, ein färbendes Lebensmittel aus Saflor und Zitrone für das Gelb und Sulfite als Antioxidationsmittel. Das gehört gesagt, bevor die Flasche im Regal steht.
Über Blattsalat, Garnelen, Kokosreis und Vanilleeis
Der Klassiker ist der grüne Salat mit etwas Herzhaftem obendrauf: Hähnchen, Putenstreifen, gebratener Halloumi. Olivenöl, Salz, die Crema in Fäden – Essig und Honig kannst du weglassen, die Crema bringt beides mit. Mit Avocado, Gurke und gerösteten Cashews wird daraus ein Salat, der als Abendessen durchgeht.
Zu allem, was aus dem Wok kommt, ist sie der Trick: ein Löffel über Garnelen kurz vor dem Servieren, ein Löffel über gebratenes Gemüse mit Kokosreis, ein paar Tropfen auf Frühlingsrollen statt der Süß-Sauer-Sauce aus der Tüte. Die Mango passt zu Chili, Koriander, Limette und Ingwer – die Crema fügt sich dort ein, wo Balsamico fremd wäre.
Auf der Käseplatte gehört sie zu Frischkäse, Ziegenfrischkäse und mildem Schnittkäse, weniger zu Blauschimmel. Und zum Nachtisch: über Vanilleeis, Joghurt mit Müsli oder Obstsalat mit Erdbeeren – da ersetzt sie den Sirup und bringt die Säure mit, die das Ganze frisch hält. Getrocknete Mango mit ein paar Tropfen Crema ist ein Snack, den bei uns niemand mehr hergibt.
Nicht geeignet ist die Crema zum Einlegen, zum Ablöschen von Braten oder für alles, was lange kocht: Der Zucker karamellisiert, die Frucht verschwindet. Immer erst am Schluss dazu, nie mit in den Topf.
Unser Tipp: Zwei Esslöffel Crema, drei Esslöffel Zitrone auf Olivenöl, eine Prise Salz, etwas Chili – das Dressing für Salate mit Hähnchen, Garnelen oder Avocado.
Aus Dohr an der Mosel, wo Cremas das Kerngeschäft sind
Wajos sitzt in Dohr bei Cochem an der Mosel, und der Name ist ein Kürzel. Er steht für Walter Josef Oster, den Gründer einer Winzerfamilie in Ediger-Eller, die seit 15 Generationen Wein macht. Walter Oster eröffnete in den 1980er-Jahren eine Likörmanufaktur neben dem Weingut. Sein Sohn Peter Oster und Ulf Schwichtenberg bauten daraus ab den 2000er-Jahren die Marke Wajos auf – 2008 der erste Store in Trier, heute Stores in ganz Deutschland und über 80 Leute in Dohr.
Die Cremas sind das Herz des Sortiments: dickflüssige Fruchtessig-Zubereitungen in gut einem Dutzend Sorten, die meisten auf Balsamico. Die Mango-Sorte ist die Ausnahme, denn sie steht auf Branntweinessig – hell, neutral, damit die Mango den Vortritt vor dem Essig hat. Für eine Winzerfamilie ist Essig ein vertrautes Handwerk; Essig ist Wein, der einen Schritt weitergegangen ist.
Rund 900 Artikel führt Wajos, die meisten entstehen in Dohr selbst, und jede Charge geht durch das eigene Labor, bevor sie abgefüllt wird. Das Familienunternehmen nennt sein Prinzip „kontrolliert kleiner arbeiten" – lieber weniger Sorten, die stimmen, als jede Mode mitmachen.
Die Crema für den Sommer und für Menschen, denen Balsamico zu schwer ist
Die Mango Crema ist die Flasche, die du kaufst, wenn die Feige-Dattel Crema zu dunkel und zu schwer für den Sommer ist. Sie ist die helle Sorte im Wajos-Regal – fruchtig, leicht, unkompliziert – und oft die erste Crema, die Kinder freiwillig auf den Salat geben. Wer danach mehr will, findet in der Pfirsich-Maracuja Crema die zweite helle Sorte und in der Feige-Dattel Crema die dunkle, dattelsüße. Alle Sorten stehen auf unserer Wajos-Seite.
Als Geschenk ist sie das Mitbringsel zur Grillparty: eine Flasche, die auf dem Buffet neben dem Salat steht und am Ende des Abends leer ist. Angebrochen hält sie im Kühlschrank Monate, 250 ml reichen bei einem Esslöffel pro Salat durch den ganzen Sommer. Nicht geeignet ist sie für Menschen, die Sulfite meiden – dafür steht es zu deutlich auf dem Etikett.
Mango auf Branntweinessig, gelb und dick – die Crema von der Mosel, die aus einem Salat mit Hähnchen ein Sommeressen macht.