Wajos Gewürzpflaumen Crema. Pflaume, Weißweinessig und Wintergewürz, dickflüssig und süß – die Crema für Ente, Rotkohl und dunkle Saucen.
Wajos Gewürzpflaumen Crema ist eine dickflüssige Essigzubereitung aus Weißweinessig, Zucker und 10,2 Prozent Pflaumensaft, mit 3 Prozent Säure, 250 ml aus Dohr an der Mosel. Kein Balsamico, kein Pflaumenmus, kein Essig zum Einlegen, sondern eine süße, würzige Crema zum Träufeln und für dunkle Saucen. Vegan.
Gewürzpflaumen Crema von Wajos gehört bei uns zum Dezember wie der Entenbraten. Es ist der Moment, in dem die Sauce fertig ist und trotzdem etwas fehlt. Ein Löffel davon, kurz umgerührt, und die Sauce schmeckt nach Pflaume, Gewürz und Weihnachten. Bei uns wird die Flasche oft bestellt, und wir kennen kaum eine Sauce, in der sie fehl am Platz wäre. Wer sie einmal an der Ente hatte, holt sie im nächsten Jahr wieder. Und stellt irgendwann fest, dass sie auch im Sommer auf Ziegenkäse funktioniert.
Süß, pflaumig und mit Wintergewürz – mild statt sauer oder herb
Die Crema ist dunkelrot und dick, sie läuft in Fäden von der Flasche. Zuerst kommt die Süße, dann die Pflaume, und darüber liegt der Ton von Wintergewürzen, der an Glühwein und Pflaumenkompott erinnert. Die Säure ist mit drei Prozent leise – gerade genug, damit die Crema als Dressing durchgeht statt als Sirup. Grundlage ist ein Weißweinessig statt Balsamico: Das macht sie heller im Geschmack, frei von der holzigen Tiefe eines gereiften Essigs.
Ehrlich gesagt gehört dazu: Die Gewürznote kommt aus natürlichem Aroma und Aroma statt aus ganzen Zimtstangen. Der Pflaumensaft macht gut zehn Prozent aus, der Rest sind Essig, Wasser und Zucker. Und es ist viel Zucker – 52 Gramm auf 100 Milliliter. Ein Esslöffel ist die Dosis, der halbe Becher wäre zu viel. Zum Schutz vor Oxidation enthält die Crema Sulfite.
Für alle, die einen echten, gereiften Balsamico mit herbem Holzton suchen, ist die Crema nicht geeignet. Dann ist die Feige-Dattel Crema mit ihrem Anteil Aceto Balsamico di Modena näher dran. Wer wenig Zucker im Dressing will, nimmt besser einen klaren Weinessig.
Über Ente, Rotkohl, Wild und Wintersalat
Der Klassiker ist die dunkle Sauce: Ein Esslöffel Crema in die Bratensauce zur Ente, zur Gans oder zum Rinderbraten, erst ganz zum Schluss statt mitgekocht. Die Pflaume gibt Frucht, die Gewürze geben Tiefe, und die Sauce wird runder, bleibt dabei aber herzhaft. Zu Wild – Reh, Hirsch, Wildschwein – ist sie das, was sonst Preiselbeeren aus dem Glas leisten.
Im Rotkohl ersetzt sie Essig und Zucker gleichzeitig: zwei Esslöffel in den Topf, wenn der Kohl fast gar ist. Auch Rosenkohl, Rote Bete oder Ofenkürbis lassen sich damit kurz vor dem Servieren glasieren. Über einem Feldsalat mit Walnüssen, Birne und Blauschimmelkäse ist sie das Dressing, das zum Winter passt – mit einem nussigen Öl, Salz, sonst nichts.
Auch in der Pfanne hat sie ihren Platz: Zwiebeln in Butter weich dünsten, mit einem Schuss Crema ablöschen, kurz einkochen – fertig ist das Zwiebelkonfit zum Steak oder zur Bratwurst. Ein Löffel in die Marinade für Schweinenacken bringt Frucht an den Grill, auch im Sommer.
Zu Käse funktioniert sie das ganze Jahr: ein paar Tropfen auf Ziegenkäse, Brie oder einen kräftigen Bergkäse. Auf einem Stück Camembert aus dem Ofen ersetzt sie die Preiselbeeren. Und über Vanilleeis oder einer Quarkspeise ist sie der Nachtisch für Menschen, die Pflaumenkompott mögen und sich das Kochen sparen.
Zum Einlegen, für Gurkensalat oder überall dort, wo ein klarer, säurebetonter Essig gebraucht wird, ist die Crema nicht geeignet. Und langes Kochen bekommt ihr schlecht – der Zucker karamellisiert, und die Pflaume geht verloren. Immer zum Schluss dazu, und lieber einmal nachlegen als zu viel auf einmal.
Unser Tipp: Zwei Esslöffel Crema mit drei Esslöffeln Gartenkräuter Öl und einer Prise Salz verrühren – das Dressing für den Feldsalat neben dem Weihnachtsbraten.
Eine Winter-Crema aus einer Winzerfamilie an der Mosel
Wajos sitzt in Dohr bei Cochem an der Mosel, und der Weg zum Essig führt über den Wein. Die Familie Oster macht in Ediger-Eller seit 15 Generationen Wein; Walter Josef Oster, dessen Initialen den Markennamen bilden, gründete in den 1980er-Jahren daneben eine Likörmanufaktur. Sein Sohn Peter Oster und Geschäftspartner Ulf Schwichtenberg bauten ab den 2000er-Jahren die Marke Wajos auf – der erste Store öffnete 2008 in Trier, heute gibt es sie in ganz Deutschland.
Weißweinessig als Basis liegt für ein Haus mit Winzerwurzeln nahe. Die Cremas werden in Dohr angesetzt, wo Wajos mit über 80 Mitarbeitern rund 900 Artikel herstellt und im eigenen Labor prüft, bevor sie in die Flasche kommen. Die Gewürzpflaumen Crema ist dabei die Wintersorte unter den Cremas: Pflaume und Gewürz statt Mango oder Himbeere, für die Küche zwischen Martinsgans und Neujahr.
Die Crema für die Weihnachtsküche und für den Vorrat bis März
Die Gewürzpflaumen Crema ist die Flasche für alle, die im Winter anders kochen als im Sommer. Braten, Rotkohl, Wild, Käse am Abend – dafür ist sie gemacht. Sie passt in jedes Paket, das eine Küche auf die Feiertage vorbereitet. Wer die weihnachtliche Richtung mag, findet in der Bratapfel Crema die Apfel-Zimt-Schwester und im Gewürzpflaumen Likör dieselbe Frucht als Digestif. Alles von Wajos steht auf unserer Wajos-Seite.
Ungeöffnet hält die Flasche trocken und lichtgeschützt lange, angebrochen lagerst du sie kühl – 250 ml reichen bei einem Löffel pro Sauce durch den ganzen Winter. Als Geschenk ist sie das Mitbringsel zum Adventsessen, für Menschen, die ihre Bratensauce ernst nehmen. Nicht geeignet ist sie für alle, die Pflaume oder Wintergewürz meiden: Beides steht hier vorn, und beides bleibt.
Pflaume, Weißweinessig und Wintergewürz – die dunkle Crema von der Mosel für die Sauce zur Ente und den Salat daneben.