Waldhonig besitzt im Vergleich zu Blütenhonig einen würzigen Geschmack mit malzigen und herben Nuancen. Aufgrund seines hohen Fruchtzuckergehalts nehmen wir ihn als sehr süß wahr. Sein facettenreiches Aroma macht ihn in der Küche besonders vielseitig.
Steckbrief
| Honigsorte | Waldhonig |
|---|---|
| Kategorie | Honigtauhonig |
| Häufigkeit | häufig |
| Herkunft | Deutschland |
| Trachtquelle | Nadel- und Laubbäume |
| Geschmack | würzig, mit malzigen und herben Noten |
| Aussehen / Farbe / Konsistenz | mittel- bis dunkelbraun, flüssig bis kristallin |
Was ist das Besondere an Waldhonig?
Waldhonig ist ein außergewöhnliches Naturprodukt. Er entsteht nicht aus Blütennektar, sondern aus dem sogenannten Honigtau: dem zuckerhaltigen Pflanzensaft, den Insekten wie Blattläuse aus den Blättern und Nadeln der Bäume ausscheiden. Die Bienen sammeln diesen Honigtau und reichern ihn wie Blütennektar mit Enzymen an, sodass er in den Waben zu Honig heranreift.
Im Gegensatz zu Blütenhonig kann der Imker Waldhonig nicht planmäßig erzeugen. Seine Produktion ist von vielen Faktoren abhängig — vor allem von der Anzahl der Insekten, die Honigtau produzieren, und das wiederum hängt stark von den klimatischen Bedingungen ab. Eine besondere Kostbarkeit ist beispielsweise Weißtannenhonig, bei dem es nur etwa alle sieben Jahre eine ertragreiche Ernte gibt.
Wie schmeckt Waldhonig?
Geschmacklich unterscheidet sich Waldhonig deutlich von Blütenhonig. Er ist würziger, mit herben und malzigen Noten, dabei durch den hohen Fruchtzuckergehalt angenehm süß. Je nach Trachtquelle (Tanne, Fichte, Eiche, Linde, Ahorn) variiert das Aromaprofil.
Aus was besteht Waldhonig?
Bei Waldhonig sammeln die Bienen keinen Nektar, sondern Honigtau — den zuckerhaltigen Pflanzensaft, den Insekten ausscheiden. Die Bienen reichern ihn wie Blütennektar mit Enzymen an. In Deutschland stammt Waldhonig meist aus Nadelbäumen wie Fichte, Kiefer und Tanne. Auch Ahorn, Linde und Eiche sind gängige Laubbäume für den sogenannten Blatthonig.
Wofür eignet sich Waldhonig besonders gut?
Waldhonig besitzt einen aromatischen, würzigen Geschmack und ist vielseitig einsetzbar:
- Zur Verfeinerung von Marinaden
- Zum Glasieren von Braten — passt vor allem zu Wild und Ente
- Zum Abschmecken von Salatsoßen
- In Kombination mit Walnüssen entfaltet er sein erdiges Aroma besonders gut
- Zum Backen und für Desserts — eine edle und vielschichtige Süßung
Lagerung und Haltbarkeit
Waldhonig ist nach der Abfüllung mindestens zwei Jahre haltbar. Honig generell ist ein sehr lange haltbares Naturprodukt — die Bienen sammeln ihn als Wintervorrat. Bei dunkler, kühler Aufbewahrung und sauberer Entnahme (immer trockenen Löffel verwenden, Glas gut verschließen) hält er sich oft deutlich länger.
Wichtiger Hinweis
Honig sollte Kindern im ersten Lebensjahr nicht gegeben werden. Im Boden lebt das Bakterium Clostridium botulinum, dessen Sporen über Bienen in den Honig gelangen können. Die noch nicht voll ausgebildete Darmflora von Säuglingen kann den Erreger nicht zuverlässig abwehren.