Brennerei Ehringhausen Dinkelkorn. Klarer Korn aus Dinkel und Gerstenmalz, mild, malzig und mit 32 % vol.
Brennerei Ehringhausen Dinkelkorn ist der klare Korn der Familienbrennerei aus Werne. Er wird aus Dinkel und Gerstenmalz gebrannt, beides aus ökologischem Anbau. 500 ml, 32 % vol, mit milder, malziger Note.
Korn ist eine geschützte Bezeichnung für Spirituosen, die allein aus Getreide entstehen. Erlaubt sind Weizen, zu dem auch Dinkel zählt, sowie Roggen, Gerste, Hafer und Buchweizen. Als Mindeststärke gelten 32 % vol. Die Brennerei Ehringhausen verarbeitet für diesen Korn Dinkel zusammen mit Gerstenmalz. Das Malz liefert die Enzyme, die die Stärke im Getreide in vergärbaren Zucker umwandeln. Es bringt außerdem die feine Malzsüße mit, die diesen Korn so rund macht. Die Brennerei nennt ihn einen ihrer Klassiker und empfiehlt ihn zu jeder Gelegenheit.
Geschmack: frisches Getreide, Malz und ein weicher Abgang
Laut Hersteller verarbeitet die Familienbrennerei Dinkel und Gerstenmalz zu einem sehr reinen Korn mit milder, malziger Note. In der Nase steht frisches Getreide, ein wenig wie Brotteig vor dem Backen. Am Gaumen bleibt er weich und rund, das Malz gibt ihm eine leise Süße. Der Abgang ist kurz und sauber, mit einem nussigen Ton vom Dinkel.
Mit dem scharfen Klaren aus dem Kühlregal hat er wenig gemeinsam. Als eiskalter Kurzer zum schnellen Wegtrinken ist er nicht gedacht. Dieser Korn zeigt sein Aroma erst, wenn er etwas Temperatur hat.
Verwendung: bei 16 bis 20 °C pur oder lang mit Ginger Ale
Die Brennerei empfiehlt, den Dinkelkorn bei 16 bis 20 °C zu trinken. Das ist wärmer, als viele Korn kennen, und genau darin liegt der Unterschied. Ein kleines Stielglas oder ein Grappaglas bündelt die Getreidenoten. So öffnet sich das Malz, und du schmeckst, wonach Dinkel eigentlich schmeckt.
Zu einem westfälischen Abendbrot mit Pumpernickel, Schinken und kräftigem Senf passt er sehr gut. Auch neben geräuchertem Fisch oder einer Brotzeit mit Käse macht er sich. Als Longdrink füllst du 4 cl mit Ginger Ale auf, gibst Eis und eine Zitronenzeste dazu. So wird aus dem Klassiker ein leichtes Sommerglas.
Unser Tipp: Probier ihn einmal neben dem holzfassgelagerten Dinkelkorn. Derselbe Korn bekommt dort im Bourbonfass Vanille und Holz dazu.
Herkunft: Dinkel statt Weizen, seit den Neunzigern
Die Großeltern Heinrich Glitz und Anneliese Ehringhausen gründeten die Kornbrennerei 1962 auf dem Hof der Familie in Werne. Rund 30 Jahre später hatten die Eltern eine für die damalige Zeit ungewöhnliche Idee: Spirituosen auf biologischer Basis und Dinkel anstelle von Weizen. Seit 2012 führen die Geschwister Theres und Georg Glitz-Ehringhausen die Brennerei in dritter Generation weiter.
Die Brennerei beschreibt den Weg zum Korn genau. Sie verwendet sortenreines Getreide aus anerkannt ökologischem Anbau von regionalen Biobauern. Es wird kurz vor dem Maischen vor Ort zweifach fein geschrotet und mit Wasser aus dem eigenen Brunnen angesetzt. Nach drei Tagen Gärung folgt der Rohbrand in der Kolonne, danach der Feinbrand. Zuletzt wird der Korn mit heimischem Wasser auf Trinkstärke gebracht. Die Kontrollstelle lautet DE-ÖKO-005, DE-Landwirtschaft.
Für wen: für alle, die Korn neu kennenlernen wollen
Der Dinkelkorn eignet sich für alle, die Korn bisher nur als Partygetränk kennen und ihm eine zweite Chance geben wollen. Er passt ins Regal neben Gin und Obstbrand und ist ein gutes Mitbringsel aus Westfalen. Für eine milde Note ohne Fass ist er die richtige Flasche. Für alle, die Vanille und Holz suchen, ist er weniger geeignet, sie greifen besser zur Fassvariante. Weitere Flaschen findest du in unserer Kategorie Korn, alles aus Werne bei der Brennerei Ehringhausen.
Allergenhinweis: Dinkel und Gerstenmalz sind glutenhaltige Getreide. Getreide, das zu Destillaten gebrannt wird, ist nach der Lebensmittelinformations-Verordnung von der Allergenkennzeichnung ausgenommen. Er enthält 32 % vol Alkohol. Abgabe nur an Personen ab 18 Jahren.
Ein klarer Korn aus Dinkel und Malz – für das westfälische Abendbrot und alle, die wissen wollen, wie mild Korn sein kann.